Annie MILBEAU
à partir des notes de Charles

 Teilnehmer : Françoise LEGEARD, Annie MILBEAU, Heidi MILLOT, Jacques LESCANNE, Nadine HAMONIC, Olivier LEBARS, Charles HONNORAT

Ein freundliches Treffen; wir kommen hintereinander bei Jacques an. Er stellt Charles als Leiter dieses Stammtisches vor. Wir reden von verschiedenen Sachen.

  • das Treffen: la rencontre, l’entrevue
  • treffen, trifft, getroffen: rencontrer, trouver, ...
  • der Leiter (-) : le directeur, le chef, le conducteur
  • der Anführer(in) :le chef, le meneur
 
  • der Büstenhalter = BH : le soutien gorge. (Man muß nicht verwechseln Büstenhalter mit Bürstenhalter) :

    • die Bürste: la brosse
    • der Bürstenhalter : le goupillon pour essuyer les toilettes !
  • verwechseln : confondre

Annie stellt sich vor: sie ist der der Taxifahrer von Heidi. Sie wohnt in Cesson, war fast vierzig Jahre lang Deutschlehrerin, hat vier Jahre die Herderschule, ein Gymnasium in Frankfurt/Main besucht von der Sexta bis zur Untertertia.

Olivier ist in der Bretagne geboren, danach wohnte er in Cherbourg, Paris, u.s.w. Er hat in Braunschweig, in Westdeutschland für Siemens gearbeitet. Er arbeitet jetzt für die U-bahn von Rennes und wohnt in Saint-Gilles.

Annie sagt, dass sie an eine Reise nach Deutschland interessiert ist. Vielleicht wird es 2017 möglich sein, so etwas zu organisieren.

Nadine hat vorgeschlagen, ein Essen zum Martinsfest vorzubereiten. Vielleicht in Januar ?

Wir erzählen dann unsere erste Reise nach Deutschland oder die Reise, an die wir uns am liebsten erinnern.

  • lehren: enseigner
  • lernen: apprendre
 
  • der Vorschlag: la proposition
  • vorschlagen, schlägt vor, schlug vor, hat vorgeschlagen: proposer

Jacques erinnert sich an eine Reise nach Hamburg. Er erzählt:

„Wir waren jung, mit unseren sieben jungen Kindern, genauer 6 plus unserer Nichte wollten wir die weite Welt entdecken; so sind wir nach Hamburg gefahren. Nach einer angenehmen Schifffahrt auf der Alster und dem Mittagessen suchte ich verzweifelt nach meiner Brieftasche: ich hatte sie auf dem Ausflugsschiff vergessen! Kein Geldbeutel mehr ! Kein Ausweis mehr! ...

Glücklicherweise zelteten wir bei einer Bauernfamilie, die uns Geld leihen wollte, damit wir die Reise fortsetzen könnten. Wir haben nett abgelehnt und unsere Gastfamilie hat alles wieder in Ordnung gebracht: Die Brieftasche mit allen wichtigen Papieren haben wir zurückgefunden, aber das Geld war weg!

Wir werden nie diesen Aufenthalt bei dieser Familie vergessen; wir haben sie in St Gilles eingeladen und sind gute Freunde geworden".

  • die Fähre (n), das Fährboot: le bac
  • die Nichte (n): la nièce
  • der Neffe (n): le neveu
  • herumgehen: circuler
  • das Ausflugsschiff: le bateau d’excursion
  • im Umkreis der Stadt: à la périphérie de la ville
  • der Spaziergang (änge): la promenade à pied
  • der Gelbeutel: le porte-monnaie
  • die Brieftasche: le portefeuille
 
  • glücklicherweise: par chance, heureusement
  • zelten: camper
  • unvergesslich: inoubliable
  • die Aufnahme: l’accueil, la réception
  • benachbart: voisin, voisine
  • leihen: prêter
  • ablehnen: refuser, rejeter
  • erlauben: permettre
  • besichtigen: visiter

Annie hat Jacques für diesen Text gratuliert. Als Lehererin hätte sie ein Eins gegeben. In Deutschland die Noten sind : 1 (excellent), 2 (bien), 3 (satisfaisant), 4 (passable), 5 (insuffisant), 6 : nul. mais cette note est rarement inscrite sur la copie

  • der/die Zwilling: le jumeau, la jumelle. Man sagt: meine Zwillingsschwester, mein Zwillingsbruder.

Françoise war mit 15 in Augsburg in Bayern; später ist sie danach nochmals hingefahren. Sie hat in Brest deutsch studiert.

In Deutschland werden viele Dialekte gesprochen: Schwäbisch Bayerisch, Berlinerisch, Sächsich, u.s.w... In der Schule ist der Hochdeutsch unterrichtet. Luther hat die Bibel in Hochdeutsch übersetzt. Hochdeutsch ist die offizielle Sprache des deutschen Volks.

  • das Hochdeutsch : l’allemand standard.
  • das Volk, Völker: la nation, le peuple

Heidi erzählt ihr Leben in der ehemaligen DDR. Alle Kinder mussten ab Schulanfang „Pioniere“ sein. Es war Pflicht; sie bekamen eine politische Ausbildung und eine Uniform. Alle Kinder mussten auch ab Schulanfang Russisch lernen.

1952 ist sie mit ihrer Familie (Vater, Mutter, Bruder) in den Westen geflüchtet und zwar nach Freiburg einer Stadt in der franzosischen Besatzungszone. Die Westdeutschen verhielten sich den Ostflüchtlingen gegenüber wie heute viele Europäer den Flüchtlingen aus Afrika und Asien: es war schon Hass.

Durch diese Flucht nach Westdeutschland –später nach Frankreich- hat Heidi eine ganz andere Welt kennengelernt. Freiheit, Reisen, Luxus im Vergleich zu der DDR. Mit diesen Erinnerungen, an ihre Kindheit, an ihre liebvollen Großmütter, an ihre Puppen, die sie nicht mitnehmen durfte, ihre Freunde, hat Heidi für die Teilnehmer des Stammtisches an eine alte, unheilbare Wunde gerührt.

  • der/die Pionier(in): le/la Pionnier (le mot n’existait qu’en DDR, cela n’existait pas en BDR)
  • ehemalig: ancien, ex-
  • die Pflicht (en): le devoir, l’obligation
  • die Uniform ( e): l’uniforme
  • die Ausbildung (en): la formation
  • der/die Europäer(in): l’européen
 
  • der Hass, Haß: la haine
  • mit einem Schlag : d’un coup d’un seul.
  • erziehen (o,o): éduquer, élever
  • rühren: remuer, toucher
  • die Wunde(n): la plaie
  • furchtbar : terrible

Als Charles 14 war, ist er nach Bremen gefahren. Seine Familie wollte, dass Franzosen und Deutschen wieder Freunde werden. Er wohnte bei einer Familie aus dem Sudetenland. Das nächste Jahr hat er mit einem Freund Süddeutschland von Trier bis Konstanz besichtigt.

1986 ist Nadine nach Tübingen und Frankfurt gefahren. Die Deutschen waren viel reicher als die Franzosen. Sie hat dort Mickael Jackson, die Federbetten und viele deutsche Spezialitäten entdeckt, die ihr Leben geändert haben.

Olivier ist zuerst in Zelle (Niedersachsen) zu einem Austausch gefahren; es hat nur eine Woche gedauert; er hat viel Sport getrieben: Fußball Tischtennis... und Bier getrunken, deutsche Mädchen und Jungs kennengelernt. Zurück zu Hause hat er fast 24 Stunden lang geschlafen. Sein Bruder wollte nicht nach Hause: tatsächlich blieb er einen Monat lang bei dieser Familie.

  • der/die Anhalter(in) l’auto-stoppeur, l’auto-stoppeuse.
  • der Aufenthalt (en): le séjour
  • das Federbett (en): la couette
  • bei Ihnen : chez eux
  • der Streich ( e): la blague
  • Sport treiben, trieb, getrieben: pratiquer un sport

Jacques hatte Fruchtsaft und Bier für die Teinehmer vorbereitet und viele veschiedene Kuchensorten angeboten.

  • anbieten, bot an, angeboten: offrir
  • festlegen : fixer, bloquer,

Wir organisieren mit dem Verein „Histoire et Patrimoine“ ein Event am 13. November:

Totentanz - Danse macabre um 18h30 im Sabot d’Or.

Sie sind dazu eingeladen !

Wir haben endlich die beide nächste Stammtische festgelegt :

  • Dienstag den 22. November bei Charles
  • Dienstag, den 13 Dezember bei Nadine